Die erste Ferienwoche ist für uns immer etwas Besonderes. Dreißig neue Stipendiatinnen und Stipendiaten steigen in das Programm „Open Minds“ ein. Die achtundzwanzig alten Hasen vom letzten Jahr kennen sich bei unserem Partner in Jülich, dem Science College Overbach, bereits bestens aus.

Der Sommer ist wie jedes Jahr ein Wiedersehen mit alten Bekannten und ein neugieriges Beschnuppern mit neuen Gesichtern. Zeitversetzt im Zwei-Jahres-Rhythmus mischen sich so immer zwei Jahrgänge von Stipendiat:innen. Über das Jahr haben sich Freundschaften geknüpft und die eine Hälfte bewegt sich auf dem weitläufigen Campus wie zu Hause. Die anderen, die nun das erste Mal mit ihren Koffern im Science College ankommen, werden per Schnitzeljagd mit Science College, Schloss und Gästehaus, Speisesaal, Sportplatz, Laboren und Räumen vertraut gemacht. Die einen sind in der Frühe mehr als hundert Kilometer angereist, die anderen kommen aus dem näheren Umland.

Auch das Team derjenigen, welche die Workshops geben und auch als Betreuerinnen und Betreuer parat stehen, ist am ersten Tag aufgeregt. Das Stipendienteam wird diesmal unterstützt durch Expertise aus FH Aachen und FH Jülich, der RWTH, der freien Wirtschaft und einer Lehramtsstudentin. Unter den Dozent:innen wie immer altbekannte Gesichter. Sie nehmen ihre Urlaubstage, um bei Open Minds und bei anderen Workshops in Overbach dabei zu sein. Die Stimmung ist familiär, kreativ, lustig  -  ein neugieriges und produktives Miteinander.

In dieser Woche sind alle voller Energie und reden über Energie: Warum ist es so schwer, Kohle als Energie zu ersetzen? Wie programmiert man ein Windrad oder eine Photovoltaikanlage? Wie funktioniert Wasserstoff als Energiequelle und was ist Geothermie? Und warum sind wir für einen achtsamen Umgang mit dem Planeten, während der Energiebedarf steigt, um zu streamen, reisen und KI zu nutzen? Geht das zusammen?

Am Ende der Woche kommen sie dann alle mit dem großen Reisebus zu uns in die Victor Rolff Stiftung. Der Burghof füllt sich mit Jugendlichen, man sieht ihnen den Schlafmangel und die Freude an. Am Morgen wurde noch an den Projekten gearbeitet. Auf der Burg wird dann der letzte gemeinsame Abend der Woche mit Lachen, Singen und Essen verbracht. Nicht selten fließen da schon die ersten Tränen, da auch der schönste Sommer einmal endet.

Aber im September steht schon der nächste Wochenend-Workshop im Stipendienprogramm an. Es geht um Architektur und Geometrie und organische Formen… Es ist also bald wieder Zeit für ein Wiedersehen unter den Open Minds…