Im Frühjahr, insbesondere zwischen April und Juni, beginnt in der Landwirtschaft die erste Mahd der Grünlandflächen. Dabei kommen große Maschinen zum Einsatz, die die Wiesen in kurzer Zeit und mit hoher Geschwindigkeit mähen. Für viele Wildtiere wie Rehkitze, Hasen und Bodenbrüter stellt dies eine erhebliche Gefahr dar, da sie sich im hohen Gras verstecken und oft nicht rechtzeitig fliehen.

Früher durchkämmten Jäger und Landwirte die Flächen vor der Mahd zu Fuß, häufig unterstützt von Hunden. Diese Methode war jedoch sehr zeitaufwendig und konnte nur begrenzt eingesetzt werden. Zudem wurden Tiere im dichten Bewuchs oft übersehen.

Heute bietet moderne Drohnentechnik mit Wärmebildkameras eine effektive Lösung. Die Drohnen ermöglichen es, große Flächen schnell und gezielt zu überfliegen und dabei Wärmequellen zuverlässig zu erkennen. So können Rehkitze und andere Tiere frühzeitig entdeckt, in Sicherheit gebracht oder ihre Position markiert werden.

Die Kreisjägerschaft Düren e.V. nutzt diese Technik bereits seit 2021 erfolgreich. Ein Team aus elf ausgebildeten Drohnenpiloten ist jedes Frühjahr im Einsatz. Bereits im ersten Jahr konnten 46 Rehkitze gerettet werden und in den Folgejahren jeweils über 100 Kitze.

Neue gesetzliche Vorgaben der EU erfordern zertifizierte Drohnen und speziell geschulte Piloten. Die Victor Rolff Stiftung unterstützt die Kreisjägerschaft Düren e.V. bei der Fortbildung der Drohnenpiloten.

Informationen zum Drohnenteam: dueren.ljv-nrw.de/drohnenteam